Medizintechnik

Sauerstofftherapie

Sauerstofftherapie

Erste Anzeichen eines Sauerstoffmangels sind zunächst harmlos. Es können Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Atemnot sowie Erschöpfung, bereits bei geringer körperlicher Belastung, auftreten. Patienten mit chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen benötigen zusätzlichen Sauerstoff, weil ihre Atemwege verengt sind, oder die Organe krankheitsbedingt mit Sauerstoff unterversorgt werden.

Bei einer Schlafapnoe zum Beispiel, handelt es sich um eine schlafbezogene Atmungs-Störung, welche ausschließlich im Schlaf auftritt und chronisch verläuft. Der Begriff „A-Pnoe“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ohne Atem“. In diesen Fällen sollte ein Arzt hinzugezogen und eine Sauerstofftherapie eingeleitet werden. Mit Hilfe von Sauerstofftherapiegräten wird somit der Anteil von O² in der Einatemluft erhöht.

Man unterscheidet 3 Varianten von Sauerstofftherapiesystemen:
1. Sauerstoffflaschengeräte mit und ohne Sparsystem
2. Flüssigsauerstoffgeräte
3. Sauerstoffkonzentratoren

Sauerstoffsparsystem

Sauerstoffflaschengeräte mit und ohne Sparsystem

Sauerstoffflaschengeräte sind mit großem Volumen als Standgeräte oder mit geringer Füllmenge als mobile Systeme erhältlich. Letztere eignen sich besonders für den häufigen, kurzfristigen Bedarf und für unterwegs.

Bei dem Demand (Bedarf)- oder Sauerstoff-Sparsystem handelt es sich um ein durch Atmung ausgelöstes System, das entweder elektronisch oder pneumatisch (mit Druckluft arbeitend) gesteuert ist. Diese registrieren zu Beginn der Eigenatmung einen Atemfluss und sorgen dann für eine entsprechende Abgabe einer vorher definierten und eingestellten Sauerstoffmenge. Der Sauerstoff wird also synchron mit jedem Atemzug bedarfsgerecht verarbeitet. So wird verhindert, dass wertvoller Sauerstoff nutzlos verloren geht. Die Kapazität des Sauerstoffs wird dadurch deutlich erhöht.

Das PD 1000, beispielsweise, ist eine handliche Kombination aus Sparventil und integriertem Druckminderer für den direkten Anschluss an eine Druckgasflasche. Es reguliert den benötigten Sauerstoff durch die Öffnungszeit eines elektronisch angesteuerten Ventils. Dieses Sauerstoffgerät ist für die normale Nasenkanüle benutzbar und verfügt über einen geschützten Anschluss für die Nasenbrille. Aufgrund des akustischen Alarms bei einer Atemimpulsunterbrechung (Apnoe) sowie einer rot-blinkenden Batterieanzeige, verspricht das Gerät zusätzlich Sicherheit für den Patienten.

Flüssigsauerstoff

Flüssigsauerstoffgeräte

Eine Flüssigsauerstoffversorgung ist die ideale Wahl, wenn eine Sauerstoffgabe über viele Stunden am Tag – auch zum mobilen Einsatz – notwendig ist. Vitalität und Mobilität mit medizinischem Sauerstoff in seiner reinsten Form. Keine Wartungs- und Stromkosten, keine Geräuschbelästigung und dabei hohe Sicherheit. Praktisch und leicht in der Bedienung. Die Häufigkeit des Nachfüllens hängt von der individuellen Gebrauchsrate ab.

Beispielsweise das HeliOS, ist eine Versorgungsform in der Sauerstofflangzeittherapie für hochmobile Patienten. Das System besteht aus einem stationären Vorratsbehälter und einer tragbaren Einheit mit einem integrierten Sauerstoff-Dosier-System. Mit einem Gewicht von nur 1,5 kg im gefüllten Zustand, einer Befüllungszeit von nur 40 Sekunden und einer Nutzungsdauer von bis zu 10 Stunden, garantiert das tragbare System ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit.

Lassen Sie sich dazu gerne von unserem qualifizierten Fachpersonal beraten.

mobiler Sauerstoffkonzentrator

Sauerstoffkonzentratoren

Das am meisten verbreitete Hilfsmittel in der Sauerstofflangzeittherapie ist der Sauerstoffkonzentrator, ein elektrisch betriebenes Hilfsmittelprodukt. Sauerstoffkonzentratoren sollten tendenziell nur bei einer Langzeittherapie eingesetzt werden, bei welcher der Patient mindestens 16 Stunden am Tag Sauerstoff inhaliert.

Bei dieser Therapie saugt ein Kompressor kontinuierlich Raumluft durch einen Filter. Die komprimierte Luft wird durch einen zweiten Filter gedrückt und in ihre Hauptbestandteile zerlegt. Die sauerstoffangereicherte Luft wird dann über ein Schlauchsystem und einen Anfeuchter zum Anwender weitergeleitet und inhaliert. Sauerstoffkonzentrationen sind sowohl in mobiler sowie stationärer Ausführung erhältlich.

Der Standkonzentrator Perfecto2 ist eine kompakte Therapiemöglichkeit in der Sauerstoffversorgung. Mit dem Leichtgewichtzylinder aus Aluminium bietet sich zudem eine Anschlussmöglichkeit in Verbindung mit einer selbst befüllbaren Füllstation. Durch eine innovative Technik wurden die Kompressor- und Sauerstoffgeräusche nahezu vollständig eliminiert. So erhält der Nutzer eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung, ohne störende Nebengeräusche. Durch eine intelligente Software wird der Stromverbrauch gesteuert und Befeuchterflasche sowie Bedienelemente sind leicht zugänglich und in einem Display einzusehen.

Der SimplyGo Mini ist eine tragbare Konzentrator-Variante in der Sauerstoffversorgung. Aufgrund seiner leichten Bauweise, kann das Gerät überall mit hingenommen werden und ist daher besonders für aktive Patienten geeignet. Mit einer Batterielaufzeit von 9 Stunden, kann er in einem Rucksack getragen oder einfach über die Schulter gehangen werden, sodass die Hände für andere Aktivitäten frei sind.

In unserem Sanitätshaus auf der Kruppstraße in Kamp-Lintfort, beraten wir Sie dazu gerne und zeigen Ihnen weitere Produkte aus unserem umfangreichen Sortiment.

TENS-Gerät

Schmerztherapie / TENS-Geräte

Schmerzbehandlung mit der Transkutanen Elektrischen Nerven-Stimulation (TENS). Die TENS-Therapie ist eine Stimulierung (Reizung) bestimmter Nervenbahnen, mittels feinster Ströme über der Haut. Es handelt sich dabei um ein wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren bei akuten und/ oder chronischen Schmerzen. Bei dieser seit vielen Jahren mit Erfolg eingesetzten Schmerztherapie treten praktisch keine Nebenwirkungen auf.

Die Elektroden werden an den betreffenden Stellen auf die Haut geklebt und mit den Kabeln zum Gerät verbunden. Das Gerät erzeugt nun feine Ströme gegen den Schmerz und der gewünschte Effekt (Schmerzlinderung bzw. Schmerzbeseitigung) stellt sich nach einiger Zeit ein. Jeder Allgemein- oder Facharzt kann Ihnen ein Schmerztherapiegerät verordnen, wobei die Dauer, Häufigkeit und Intensität der Anwendung von Ihrem Arzt festgelegt werden.

In unseren Sanitätshäusern erhalten Sie das Gerät zusammen mit einer Batterie, den Elektroden und Verbindungskabeln. Die für Sie richtige Intensität (Stromstärke) können Sie an dem Gerät individuell einstellen.

Inhalator

Inhalationstherapie obere/unterer Atemwege

Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, wie z.B. Asthma, Bronchitis, Rhinitis, etc., benötigen eine spezielle Inhalations- und Atemtherapie.

Der Patient inhaliert die benötigte Medikamentenmenge mit Hilfe der Vernebler (Inhalationsgeräte) direkt in seine Atemwege. Dabei wird die sauerstoffhaltige Raumluft durch den Kompressor angesaugt, gefiltert und die Einatemluft mit den entsprechenden Medikamenten angereichert.

Beim Inhalieren werden feinste Partikel eingeatmet. Dabei ist die Partikelgröße ausschlaggebend für die Lungengängigkeit. Sind die Partikel zu groß, bleiben sie in den Schleimhäuten von Mund und Rachen hängen. Sind sie zu klein, besteht jedoch die Gefahr, dass sie wieder ausgeatmet werden. Die Inhalationstherapie eignet sich sowohl für Erkrankungen der oberen, als auch der unteren Atemwege.