11 Diagnosen im Fußbereich, bei denen orthopädische Einlagen helfen können

Unebene Böden mit Wölbungen oder Rundungen spüren unsere Füße selten. An unterschiedliche Untergründe müssen sich unsere Füße permanent anpassen. So sind kleine Knochen, Muskeln und Sehnen oft gefordert. Wir laufen in teils zu engen Schuhen und auf zu ähnlichen Böden. Unsere Füße werden nicht mehr vielfältig genug bewegt und belastet. Aus diesem Grund können sich bei aktiven und auch bei nicht aktiven Menschen Fußfehlstellungen entwickeln. An dieser Stelle können orthopädische Einlagen Abhilfe verschaffen, indem Sie den Fuß zielgerichtet unterstützen und zu weniger Schmerzen führen können.

In dem folgenden Blog möchten wir Ihnen die häufigsten Diagnosen einer Fußfehlstellung kurz vorstellen:

 

  1. Knick-Senk-Fuß

Bei dem Knick-Senk-Fuß handelt es sich um eine Fehlstellung der Ferse. Diese knickt nach innen weg, statt im Lot zum Boden zu stehen. Als Senkfuß wird das Absinken des Fußgewölbes bezeichnet. Umgangssprachlich auch bekannt als Plattfuß. Da diese beiden Fehlstellungen oft zusammen auftreten, wird hier von einem Knick-Senk-Fuß gesprochen. Dieser kann auch ohne eine Operation behandelt werden. Bereits hier hilft eine Versorgung mit orthopädischen Einlagen. Diese unterstützen den Fuß im Längsgewölbe und vermeiden dadurch das Absinken im Rückfuß.

 

  1. Spreizfuß

Bei einem Spreizfuß weichen die Mittelfußknochen auseinander. Das Quergewölbe ist im unbelasteten Zustand im Bereich des Vorfußballens hohl ausgebildet. Bei einem Spreizfuß ist dieses jedoch durchgetreten. Dadurch entstehen Schwielen unterhalb der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe. Vor allem das Tragen von nicht geeignetem Schuhwerk kann einer der Ursachen für die Bildung eines Spreizfußes (z. B. Absatzschuhe) sein. Eine Unterstützung durch orthopädische Einlagen kann an dieser Stelle helfen. Dabei stützt eine Pelotte (Quergewölbestütze aus Schaumstoff) den Vorfuß. Diese wird individuell an Ihre Anatomie angepasst und im Vorderen Fußbereich angebracht.

 

  1. Hohlfuß

Bei einem Hohlfuß handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Fußfehlstellung. Bei dieser kommt es zu einer stärkeren Wölbung des Fußlängsgewölbe. Die Hauptbelastung wird beim Auftreten auf den Boden nicht auf den ganzen Fuß verteilt und trifft vorne auf das Mittelfußköpfchen. Dabei trifft die höchste Belastung mitunter vorwiegend auf dem ersten Zeh und hinten auf das steil stehende Fersenbein. Die Zehen sind beim Hohlfuß stark gekrümmt und versteift. Durch das Tragen von orthopädischen Einlagen wird der Druck unter der Fußsohle besser verteilt und somit das Laufen angenehmer und leichter.

 

  1. Plattfuß

Bei einem Plattfuß ist das Fußgewölbe nicht nur leicht, sondern komplett abgesunken. Diese Fußfehlstellung kann sowohl angeboren sein, als auch erworben werden. Um einem Plattfuß vorzubeugen, helfen viel Bewegung, Fußgymnastik und passende Schuhe mit weicher Sohle (vor allem in jungen Jahren). Sollte es doch zu dieser Diagnose kommen, kann durch eine speziell angefertigte orthopädische Einlage das Fußgewölbe wieder aufgerichtet werden. Die Einlage bettet den gesamten Fuß ein, um schmerzhafte Bewegungen in den Fußgelenken zu vermeiden.

 

  1. Fersensporn

Ein Fersensporn ist ein Knochenauswuchs am Fersenbein. Die Ursache liegt zum Teil in einer Verknöcherung der Sehnenplatte. Das führt zu einer Entzündung des Sehnengleitgewebes. Ohne Behandlung, durch zum Beispiel orthopädische Einlagen, können die vorhandenen Schmerzen sich weiterhin verstärken. Eine Einlage hilft dabei die Längs- und Querwölbung des Fußes zu unterstützen und federt den Auftritt durch Polsterung der Ferse ab.

 

  1. Plantarfasziitis

Die Diagnose Plantarfasziitis beschreibt die Entzündung der großen Sehnenplatte der Fußsohle. Diese sorgt für Schmerzen unter dem Fuß. Reizungen und Entzündungen der Plantarfasziitis entstehen meist durch eine unregelmäßige oder nur einseitige Belastung der Füße im Alltag. Eine Behandlung mit maßgefertigten und weichbettenden orthopädischen Einlagen hilft dabei, das Bindegewebe zu schonen. Durch die Längs- und Querwölbung wird die Fußsohle plastisch unterstützt und dadurch entlastet.

 

  1. Hallux valgus (am großen Zeh)

Der Hallux valgus ist eine Fußfehlstellung des vorderen Fußes. „Hallux“ heißt Zehe und „valgus“ schief bzw. gebeugt. Diese Diagnose ist ebenfalls als Ballenzeh, schiefer Zeh oder Ballengroßzehe bekannt. Der erste Mittelfußknochen weicht dabei zur Fußaußenseite ab. Ohne Behandlung vergrößert sich die kleine Wölbung an der Fußinnenseite. Gleichzeitig neigt sich der große Zeh dabei immer weiter Richtung kleiner Zeh. Orthopädische Einlagen für den Schuh unterstützen die Längs- und Querwölbung des Fußes, um die gesamte Statik des Fußes zu unterstützen. Das Laufen ist dann entspannter und beschwerdefreier.

 

  1. Hallux rigidus (Großzehengrundgelenksathrose

Ein Hallux rigidus ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes. Wortwörtlich steht diese Diagnose für einen steifen Zeh. Aus dem Lateinischen bedeutet „Hallux“ Zehe und „rigidus“ steif. Es liegt ein Verschleiß, z. B. Arthrose, des Großzehengrundgelenkes vor. Dies führt zu einer Bewegungseinschränkung bis zur völligen Versteifung. Hier entlasten orthopädische Einlagen das Großzehengrundgelenk durch eine leichte Erhöhung und Versteifung unter dem Gelenk. Dazu kommt noch eine Unterstützung der Längs- und Querwölbung, welche für die Gangstabilität erforderlich sind.

 

  1. Schmerzen in den Mittelfußknochen (Metatarsalgie)

Die Metatarsalgie ist ein Sammelbegriff für Schmerzen im Mittelfuß. Diese können ihre Ursache in einer Überlastung oder Verletzung des Fußes haben. Auch bei einer bereits vorhandenen Fußfehlstellung, wie bspw. Hallux valgus, Plattfuß, o.ä., kann eine Metatarsalgie auftreten. Maßgefertigte orthopädische Einlagen korrigieren das Gangbild. Der Vorfuß wir durch Polsterung und Unterstützung der Querwölbung des Fußes entlastet.

 

  1. Beinlängendifferenz bis 10mm

Die Beinlängendifferenz beschreibt, wie der Name bereits vermuten lässt, einen Längenunterschied der Beine. Asymptomatische Beinlängen treten öfters auf und sind in der Regel erst therapiebedürftig ab einer Differenz von 6 – 7 mm. Dabei ist ein kürzeres Bein nicht immer angeboren, sondern kann auch durch Knochenbrüche, oder anderen Erkrankungen entstehen. Durch orthopädische Einlagen kann die Beinlängendifferenz ganz einfach ausbalanciert werden. Liegt jedoch eine muskuläre Dysbalance vor, ist eine maßgefertigte Einlage erforderlich. Diese kann differenziert auf einzelne Muskeln und Muskelgruppen Einfluss nehmen. Dadurch wird die gesamte Körperhaltung korrigiert und die Beinlängendifferenz wird ausgeglichen.

 

  1. Krallenzeh / Klauenzeh

Der Krallenzeh, oder auch Klauenzeh bzw. Hammerzeh, ist eine Fehlstellung der Zehen. Die Zehen sind hierbei nicht gerade, sondern wie bei einer Kralle gebogen. Unbehandelt kann diese Diagnose zu erhebliche Fußschmerzen führen. Bevor der Schritt zu einer OP gewagt wird, sollten Sie vorher über eine Behandlung durch orthopädische Schuheinlagen nachdenken. Eine weiche stützende Einlage kann bereits Schmerzen lindern.

 

 

Fazit

 

Gesunde Füße nehmen wir in der Regel als selbstverständlich wahr. Wenn es zu Problemen kommt wird schnell klar: Gesunde Füße schenken uns jede Menge Freiheit.

Interessant zu wissen: Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich, Kopfschmerzen, Schwindel oder Verspannungen können ebenfalls die Ursache einer Fußfehlstellung sein.

Unsere Füße beeinflussen maßgeblich die komplette Ganzkörperstatik. Fußfehlstellungen sind keine Seltenheit und es gibt einfache und unkomplizierte Methoden diese zu behandeln: Mit Maßgefertigten orthopädischen Einlagen.

 

Wir bei HODEY bieten Ihnen die neuste Technik und individuelle Hilfe vor Ort. Vom 3-D Fuß Scan bis zu einer professionellen Ganganalyse. Unsere Orthopädieschuhtechnikermeister und sind Experten für eine passgenaue Behandlung mit orthopädischen Einlagen.

 

Sprechen Sie uns gerne in einer unserer Filialen an oder vereinbaren Sie gerne einen Termin für eine individuelle Beratung unter der 0284291320 oder unter vitalcentrum@hodey.de.

 

Weitere Informationen, warum Orthopädische Einlagen für Sie sinnvoll sein könnten, finden Sie hier.

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