Die elektrische Schiebe- und Bremshilfe für den Rollstuhl erleichtert den Alltag

LEICHTER LEBEN mit Hilfe einer elektrischen Schiebe- und Bremshilfe

Im Alltag können selbst kleinste Hindernisse, Steigungen und abfälliges Gelände eine große Herausforderung für Rollstuhlfahrer darstellen. Selbst mit einer Begleitperson fühlen sich die meisten Menschen nicht wohl und reduzieren dadurch ihren Bewegungsradius. Dabei wissen viele nicht um die Vorteile einer elektrischen Schiebe- und Bremshilfe, die als Hilfsmittel von einem Arzt auf Rezept verschrieben werden kann. In unserem Blog klären wir die 5 häufigsten Fragen rund um das Thema elektronische Schiebehilfe.

 

Was ist eine elektrische Schiebehilfe für Rollstühle?

Eine elektrische Schiebe- und Bremshilfe ist ein nachträglich angebrachter elektrischer Zusatzantrieb, der den manuellen Rollstuhl mit einem Motor antreibt. Ein solcher Zusatzantrieb besteht normalerweise aus motorisierten Rädern sowie einer Schiebevorrichtung, mit der die Begleitperson den Rollstuhl leichter steuern kann. Lassen Sie sich vor der Anschaffung ausführlich beraten und prüfen Sie, ob Ihr Rollstuhl für einen Zusatzantrieb geeignet ist.

 

 

Was sind die Vorteile einer elektrischen Schiebehilfe?

Eine eingeschränkte Mobilität ist nicht nur für den Rollstuhlfahrer selber herausfordernd, sondern auch für die Begleitpersonen. Da ein Rollstuhl mitsamt Fahrer ein hohes Gewicht hat, entwickelt sich vor allem für ältere Menschen ein hoher Kraftaufwand. An dieser Stelle können elektrische Schiebe- und Bremshilfen Abhilfe schaffen. 

 

Mithilfe einer elektrischen Schiebe- und Bremshilfe sind Spaziergänge, Einkäufe oder Ausflüge sowohl in abschüssigem, als auch in ansteigendem Gelände mit geringstem Aufwand zu bewältigen. Die Schiebehilfe übernimmt dabei den Großteil der Kraft für die Fortbewegung und ebenfalls für den Bremsvorgang. Gerade im abschüssigen Gelände schafft die Bremsfunktion für die Begleitperson ein hohes Maß an Sicherheit. Die Begleitperson muss den Rollstuhl lediglich lenken. Des Weiteren sind die Zusatzantriebe simpel und schnell zu montieren oder abzubauen. Aufgrund der vielen kompakten Einzelteile kann der Zusatzantrieb einfach im Auto transportiert werden.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Schiebehilfe und einem elektrischen Rollstuhl?

Als elektrische Schiebehilfe bezeichnet man einen angebrachten Zusatzantrieb, der einen manuellen Rollstuhl nachträglich motorisiert. Eine solche Hilfe zielt in erster Linie auf die Unterstützung der Begleitpersonen ab, da der Rollstuhlfahrer die Schiebehilfe nicht direkt ansteuern kann.
Der elektrische Rollstuhl ist von Grund auf mit einem elektrischen Antrieb versehen. Hier gilt die Unterstützung primär der pflegebedürftigen Person und kann von dieser selbst gesteuert werden.

 

 

Gibt es unterschiedliche Arten von Schiebe- und Bremshilfen?

Es gibt verschiedene Modelle von Schiebe- und Bremshilfen. Dies führt zu unterschiedlichen Ausführungen, Leistung und Kosten. Modelle unterscheiden sich ebenfalls in der Handhabung, Lautstärke im Betrieb, Funktionsumfang (z. B. Stopfunktion) und vieles mehr.

 

Wir haben für Sie die gängigsten Modelle verglichen:

 

Modell Zuladung/Max. Personengewicht Geschwindigkeit Akkuleistung  Reichweite Steigfähigkeit Max. zulässiges Gesamtgewicht Gewicht ohne Akku Gewicht mit Akku
Alber Viamobil Eco V14 120 Kg 1 bis 5,5 km/h 2* 12 Volt / 7,2 Ah bis zu 12 km maximal 10% 170 Kg 12,5 Kg 18,2 Kg
Alber Viomobil V25 160 Kg 1 bis 5,5 km/h 36 V / 6,6 Ah bis zu 20 km maximal 18% 210 Kg 10,9 Kg 13,3 Kg
AAT vmax² keine Angabe

bis 6 km/h vorwärts

bis 3 km/h rückwärts

28,8 V / 16 Ah bis zu 13,6 km

bis 130 Kg max. 20%

131 - 210 Kg max. 12%

210 Kg 9,8 Kg 14 Kg
Drive Medical Powerstroll keine Angabe 6 km/h 24 V / 12 Ah bis zu 16 km maximal 10,5% 135 Kg 10,2 Kg 19,9 Kg
Drive Medical Powerstroll HD  keine Angabe 6 km/h 24 V / 12 Ah bis zu 16 km maximal 10,5% 180 Kg 10,2 Kg 19,9 Kg

 

 

 

 

 

Ist eine Schiebe- und Bremshilfe ein Hilfsmittel, bzw. übernimmt die Krankenkasse/Versicherung die Kosten?

Fast alle Schiebe- und Bremshilfen stehen im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen und haben eine Hilfsmittelnummer; d. h. die Kosten werden in der Regel von den Kassen übernommen. Es gilt folgender Grundsatz: Ein Hilfsmittel ist von der gesetzlichen Krankenversicherung immer dann zu gewähren, wenn es die Auswirkungen der Behinderung im täglichen Leben beseitigt oder mildert und damit ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens betrifft (§ 33 SGB V). Dies gilt nach aktueller Rechtsprechung ebenfalls für die Begleitperson, die einen Anspruch auf eine Schiebe- und Bremshilfe gelten machen kann.

 

Es gibt jedoch Gründe für die Ablehnung, z. B. der Fall, dass schon ein elektrisches Hilfsmittel von der Kasse (Scooter, Elektrorollstuhl, Etc.) vorhanden ist. Bei einer Ablehnung durch die Krankenkasse, können Sie innerhalb eines Monats mündlich oder schriftlich Widerspruch einlegen. Die Krankenkassen sind verpflichtet, Sie über dieses Recht des Widerspruchs entsprechend zu informieren. Der Widerspruch ist für Sie als Versicherten kostenlos.

 

Verschiedene Hersteller haben für diesen Fall ebenfalls eine kostenlose Kontaktmöglichkeit eingerichtet:

 

Alber Endkundenbetreuung

Tel.: 0800 1224567 (gebührenfrei)
E-Mail: endkundenbetreuung@alber.de

 

Drive Medical Privatkunden

E-Mail: privatkunden@drivemedical.de

 

 

Kann ich die Schiebe- und Bremshilfe testen?

Unbedingt, denn nur so können Sie feststellen, ob das Hilfsmittel für Sie geeignet ist. Eine fachgerechte Beratung und Vorführung einer Schiebehilfe sind entscheidend für den erfolgreichen Einsatz für Sie in Ihrem täglichen Gebrauch. Gerne bieten wir Ihnen eine kostenlose Erprobung in unserer Zentrale in Kamp-Lintfort an.

 

 

Fazit

Elektrische Schiebehilfen erleichtern den Alltag für Rollstuhlfahrer und ihre Begleitpersonen. Durch die elektronische Unterstützung können Begleiter von Rollstuhlfahrer ohne großen Aufwand neue Freiheiten gewinnen und beinahe mühelos ihre Mobilität genießen.


Sprechen Sie uns gerne in einer unserer Filialen an, oder vereinbaren Sie gerne einen Termin für eine individuelle Beratung unter der 0284291320, oder unter vitalcentrum@hodey.de.

Weitere Informationen zu unseren Mobilitätshilfen finden Sie hier

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